Chronik der ehemaligen Gemeinde

Chronik der ehemaligen Gemeinde Altenkreith

 

[su_column]Schloss komplett 1[/su_column]

Ödenkreuth = Altenkreuth = Altenkreith
Im Jahre 1300 erscheint zum ersten mal das Landsassengut Altenkreith unter der Bezeichnung „bona in gereut prope Rottingen“, d. h. Gut in Kreuth bei Roding. Der Vizedom Weichnant von Burglengenfeld bezog von dort den Zehort und drei Urnen Honig. 1445 verkauften Leonhard und Baltasar Chadolsdorfer zu Wetterfeld , den Hof und die Güter , genannt „zum Odengereuth“, vor dem Forst gelegen, an den ehrbaren Andrey Lothar, Bürger von Roding.

Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte das Gut an die Ziegler von Wetterfeld, die es an Jöry Preu in Roding und zwei Mitterdorfer Bauern weiterverkauften. Den Preuschen Gutsanteil erwarb später Hans Schwenk von Roding.

Um 1535 war das ganze Gut, das 15 Höfe zählte, in die Hand des Ruprecht von Sparnberg, des früheren Besitzers von Regenpeilstein, vereinigt.

1537 baute dieser im „Pauern Heußlein“ auf sein Gut das nach und nach erweitert wurde. Besitznachfolger wurde der Hofmarksherr von Waffenbrunn, Lorenz von Sparnberg. Der Pfleger Wilhelm von Tanndorf erklärte am 22.04.1578, Ödenkreuth sei nur ein Bauerngut, wie es aus den Akten der kurfürstlichen Kanzlei hervorgehe, und dem Amt Wetterfeld untertan. Die Altenkreither Untertanen wären deshalb von Starnberg nicht steuer-pflichtig. Als der Amtsknecht Sparnberg diese Nachricht brachte, wurde er grimmig und zornig und gebrauchte gotteslästerliche Worte.

Auch von dem Rodinger Gerichtsschreiber Pesoldt wurde 1576 ausgesagt, dass die früheren Besitzer von Odenkreuth dem Pfleger zu Wetterfeld „mit Steuer Reis, Scharwerk, Schmalz und anderen schuldigen Leistungen“ verpflichtet gewesen wären.Da das Landsassengut häufig in bürgerlichen Händen sich befand, mussten Nichtadlige, um der darauf später anerkannten Edelmannsfreiheit teilhaftig zu werden , dem Landesherrn den so genannten Abtrag, dass ist eine Gegenleistung von 10 Prozent des Kaufschillings bezahlen. Die Adelserwerbung war also bereits zu einer reinen Geldstrafe herabgesunken.

Um 1600 kaufte das Gut der Nichtadlige Ludwig Kolb von Kraindorf um 4000 Gulden. 1618 saß auf Altenkreith Hilarius Heybeck, von dem das Landsassengut an Jeremias Poyßl überging. Dessen Erben verkauften das Besitztum 1668 um 2000 Gulden an Johann Melchior von Schenk. 1696 erwarb das Gut Altenkreith der Hofmarksherr von Strahlfeld, Heinrich von Plettenberg. Von diesem Zeitpunkt an war Altenkreith Bestandteil der Hofmark Strahlfeld. Plettenberg hat die im 30-jährigem Krieg ruinierten Schlossgebäude wieder aufgerichtet. Da es den Einwohnern der Ortschaft unmöglich war, die Leistungen aufzubringen, verteilte er großzügig 500 Gulden an seine Untertanen in Strahlfeld und Altenkreith, damit sich die Leider von den ausgestandenen Kriegsdrangsalen erholen konnten.

Die an der Nordseite des Schlosses gestandene Kapelle wurde um das Jahr 1867 profaniert und durch Abschlagen des Gewölbes in einen Stadel verwandelt. Leider musste das Schloss des Landsassengutes Altenkreith im Jahre 1964 wegen eines Wohnungsneubaues abgerissen werden. 1978 wurde Altenkreith in Roding eingemeindet.